Pulverlack RAL 9005 Tiefschwarz glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 7016 Anthrazitgrau glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 9010 Reinweiß glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 9016 Verkehrsweiß glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 9001 Cremeweiß glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 7035 Lichtgrau glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 7021 Schwarzgrau glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 7001 Silbergrau glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 5010 Enzianblau glatt seidenglanz
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Pulverlack RAL 1002 Sandgelb glatt seidenglanz
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Bei 60 Glanzeinheiten reflektiert Seidenglanz dezent statt spiegelnd
Bei rund 60 Glanzeinheiten wirft eine seidenglänzende Oberfläche das Licht weich und gleichmäßig zurück, ohne zu spiegeln. Der Glanzgrad, also wie stark eine Fläche Licht reflektiert, liegt damit genau zwischen kräftigem Glanz und ruhigem Seidenmatt. Die Glanzeinheit (GE) ist dabei ein echter Messwert: Ein polierter schwarzer Glasstandard ist auf 100 GE festgelegt, jede Beschichtung wird daran verglichen. So bekommen Sie ein Finish, das Konturen zeigt und trotzdem Fingerabdrücke und harte Reflexe zurücknimmt.
Die seidenglänzenden Pulverlacke bestehen aus Polyester, dem witterungsstabilen Bindemittel, das sich innen wie außen einsetzen lässt. Als Referenzton führen wir RAL 9005 Tiefschwarz in Seidenglanz mit rund 60 GE, ein tiefes Schwarz mit dezentem Schimmer, das an Möbeln ebenso sitzt wie an Fahrzeug- und Metallbauteilen. Diese Standardtöne sind Qualicoat zugelassen, ein Gütezeichen für geprüfte Beschichtungsqualität.
Für sichtbare, repräsentative Flächen ist dieser Glanzgrad eine sichere Wahl. An einer Motorrad- oder Rahmenkomponente wirkt die Oberfläche wertig, ohne jeden Kratzer zu betonen, wie es ein Hochglanz tut. An einem Zaun oder Geländer bleibt sie ruhig und blendet in der Sonne nicht.
So wählen Sie den passenden Glanzgrad für Ihr Bauteil
Steht das Bauteil fest, entscheidet der Zustand der Oberfläche über den Glanzgrad. Auf einer glatten, gut vorbereiteten Fläche kommt hoher Glanz sauber zur Geltung. Ist die Fläche leicht uneben oder wird sie oft angefasst, nimmt ein niedrigerer Glanzgrad Reflexe und Fingerabdrücke zurück. Mit rund 60 GE trifft dieser Glanzgrad die Mitte und passt deshalb zu den meisten Projekten.
| Glanzgrad | Glanzeinheit | Wirkung | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Hochglanz | 80 bis 95 GE | stark spiegelnd | glatte Flächen in gutem Zustand |
| Glanz | 85 GE ±5 | kräftiger Glanz | repräsentative, glatte Bauteile |
| Seidenglanz | 60 GE ±10 | dezent, ausgewogen | vielseitig, innen und außen |
| Seidenmatt | 40 GE ±10 | zurückhaltend | pflegeleicht, kratzunempfindlicher |
| Matt | 25 GE ±10 | blendarm | ruhige, samtige Optik |
Praktisch heißt das: Für ein Schwarz an Felge oder Rahmen bleibt der mittlere Glanzbereich die ausgewogene Wahl. Möbel- und Designflächen wirken im Seidenmatt oft eleganter, weil die Oberfläche pflegeleichter ist und Kratzer weniger auffallen.
Für stark reflektierende, repräsentative Teile lohnt der Sprung zu kräftigem Glanz, sofern die Fläche wirklich glatt und in gutem Zustand ist. Auf einer welligen Fläche macht viel Glanz jede Unebenheit sichtbar.
Denselben Farbton bekommen Sie über mehrere Glanzgrade hinweg im RAL-Farbsystem. So halten Sie Bauteile einer Baugruppe farblich zusammen und variieren gezielt nur den Glanz.
Seidenglanz bringt Metallic- und Farbtöne ruhig zur Geltung
Ein Möbelstück in gedämpftem Alt-Gold, eine Felge in ruhigem Silber, ein Ventildeckel in rauchiger Bronze: In diesem Glanzbereich wirken solche Töne edel, weil die weiche Reflexion die Farbe trägt, statt sie im Spiegelbild verschwinden zu lassen. Gerade Metallic-Effekte, bei denen feine Metallplättchen im Lack liegen, zeigen bei 60 GE ihre Tiefe.
Zu den seidenglänzenden Effektfarben zählt Blackened Bronze mit seiner rauchig-dunklen Tiefe, ein zurückhaltender Ton für Möbel, Metall- und Designteile.
Wollen Sie es heller und lebendiger, funkelt Silver Substratum durch seinen hohen Glimmer-Anteil, während Maya Gold einen warmen, satten Goldton beisteuert. Solche metallischen Farbtöne verarbeiten Sie in der Regel im Korona-Verfahren, bei dem sich das Pulver elektrostatisch mit Hochspannung auflädt.
Expertenmeinung von Pulverkönig
In der Beratung sehen wir, dass Metallic- und Effekttöne am Monitor anders wirken als auf dem Bauteil. Bei rund 60 GE hängt der Eindruck stark vom Lichteinfall ab, deshalb legen wir vor einer Serie ein Musterblech an, statt nach der Bildschirmfarbe zu entscheiden.
Helle Voll-Metallic-Oberflächen in Silber oder Chrom sind kratzempfindlich. Ein farbloser Klarlack schützt den Effekt und lässt sich zugleich nutzen, um den Glanzgrad final einzustellen.
Ein gleichmäßiger Seidenglanz entscheidet sich bei Schichtdicke und Einbrennen
Die Fläche wirkt nach dem Einbrennen wellig, fast wie eine Orangenschale? Diese Orangenhaut entsteht häufig durch eine zu dicke Schicht. Beim Korona-Auftrag kann ab etwa 60 bis 70 µm überschüssige Ladung zurücksprühen und das Oberflächenbild stören.
Für einen gleichmäßigen Glanz halten Sie die vom Hersteller vorgegebene Schichtdicke ein, also die Dicke der ausgehärteten Lackschicht in Mikrometer. Bei RAL 9005 in Seidenglanz liegt sie bei 60 bis 100 µm in einer Schicht. Ein sauberer Auftrag im Tribo-Verfahren, bei dem sich das Pulver durch Reibung statt durch Hochspannung auflädt, erzeugt eine glattere Oberfläche mit weniger Orangenhaut und erreicht auch Vertiefungen besser.
Maßgeblich ist die Objekttemperatur, nicht die eingestellte Ofentemperatur. RAL-Töne in Seidenglanz brennen Sie bei rund 180 °C für 15 bis 20 Minuten ein. Überschreiten Sie das deutlich, verändert sich der Farbton durch Überbrennen, ein tiefes Schwarz kann dann stumpf oder bräunlich wirken.
Ein sauberer, gleichmäßiger Untergrund trägt den Glanz. Bei kritischen oder hellen Farbtönen verhindert eine seidenglänzende Grundierung, dass der Untergrund durchscheint, und verbessert zugleich die Haftung.
Dieser Glanzgrad ist allerdings kein Kaschier-Talent. Auf einer verrosteten, tief zerkratzten oder stark unebenen Fläche betont die glatte Oberfläche jede Störung, statt sie zu verbergen. Dort führt eine Feinstruktur weiter, deren feine Textur kleine Unebenheiten und Kratzer aufnimmt.
Expertenmeinung von Pulverkönig
In der Praxis kippt ein sauberer Seidenglanz meist an der Schichtdicke. Wir fahren lieber zwei dünnere Durchgänge als eine zu dicke Schicht, weil oberhalb von etwa 60 bis 70 µm im Korona-Auftrag schnell Orangenhaut entsteht.
Wie Sie Untergrund, Auftrag und Einbrennen Schritt für Schritt zusammenbringen, zeigt unsere Anleitung zum Selbstbeschichten.

