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Das komplette Pulverbeschichtungsgerät der E-COAT+3 Master Serie:

Steuereinheit, Corona-Handpistole, Injektor und 50-Liter-Edelstahlbehälter auf einem fahrbaren Wagen. Anschließen, Pulver einfüllen, beschichten. Dieses Set benötigt kein weiteres Zubehör, um in Betrieb zu gehen. Versandkostenfreie Lieferung in 7 bis 10 Tagen.

Für wen sich dieses Set eignet

Der 50-Liter-Behälter ist die richtige Wahl, wenn Sie überwiegend mit wenigen Standardfarben arbeiten und größere Mengen am Stück durchsetzen: Zaunelemente, Rahmen, Gestelle, Blechteile in Serie. Eine Füllung trägt Sie über mehrere Arbeitstage.

Wechseln Sie dagegen mehrmals pro Woche den Farbton, ist die Multicolor-Ausführung mit Kartonentleerer die wirtschaftlichere Lösung, weil dort die Behälterreinigung komplett entfällt. Und wenn Sie bereits eine Pulverquelle besitzen oder sich Ihr System selbst zusammenstellen möchten, sehen Sie sich das Grundset ohne Behälter an. Alle Varianten finden Sie in unserer Kategorie Electron Pulverbeschichtungsgeräte.

Fluidisierung: warum der Fluidboden über das Ergebnis entscheidet

Pulverlack ist kein Schüttgut, das sich einfach absaugen lässt. Ohne Vorbehandlung verdichtet es sich im Behälter, brückt über der Ansaugstelle und liefert dem Injektor mal zu viel, mal zu wenig Material. Das Ergebnis sieht man auf dem Bauteil: schwankende Schichtdicken, Spucken an der Düse, ungleichmäßiger Verlauf.

Der Fluidboden löst das. Über eine poröse Platte strömt Druckluft von unten gleichmäßig in das Pulverbett und hält es in einem Zustand, der sich wie eine Flüssigkeit verhält. Der Injektor bekommt dadurch über Stunden dieselbe Materialdichte angeboten, und genau darauf basiert die Reproduzierbarkeit der gespeicherten Parameter.

Den Fluidisierungsdruck stellen Sie am Bedienfeld des Wagens ein. Der Reglerknopf erhöht den Druck im Uhrzeigersinn, die orangen und weißen Bereiche der Skala markieren die üblichen Betriebsdrücke. Bei Behältersätzen startet die Fluidisierung automatisch, sobald das Gerät unter Spannung steht und die Taste B1 aktiv ist. Ein separates Einschalten entfällt.

Eine Einschränkung sollten Sie kennen: Zu kräftige Fluidisierung ist genauso schädlich wie zu schwache. Wirbelt das Pulver zu stark auf, reißt der Injektor Luftblasen mit und der Austrag wird unregelmäßig. Der Hersteller nennt das ausdrücklich als typische Fehlerursache. Drehen Sie den Druck im Zweifel herunter, bis die Oberfläche im Behälter nur noch leicht arbeitet.

Wie weit reicht eine Füllung?

Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht, deshalb rechnen wir offen vor. Bei einer angenommenen Schüttdichte von 0,5 bis 0,7 kg/l und einem praktischen Füllvolumen von rund 40 Litern (randvoll wird der Behälter wegen der Fluidisierung nicht befüllt) fassen 50 Liter etwa 20 bis 28 Kilogramm Pulver.

Die Ergiebigkeit folgt einer festen Formel: Ergiebigkeit in m²/kg = 1 / (Dichte in g/cm³ × Schichtdicke in µm / 1000). Bei einer typischen Pulverdichte von 1,5 g/cm³ und einer Transfereffizienz von 60 bis 75 %, wie sie bei manueller Applikation ohne Rückgewinnung realistisch ist, ergibt das:

Schichtdicke Ergiebigkeit pro kg Reichweite einer Füllung (ca. 24 kg)
60 µm 6,7 bis 8,3 m² rund 160 bis 200 m²
70 µm 5,7 bis 7,1 m² rund 140 bis 170 m²
80 µm 5,0 bis 6,3 m² rund 120 bis 150 m²

Wichtig: Das sind gerundete Schätzwerte, keine Zusicherung. Der tatsächliche Verbrauch hängt von der Bauteilgeometrie ab, denn komplexe Teile mit vielen Kanten verbrauchen deutlich mehr als ebene Flächen. Dazu kommen Dichte und Vermahlung des Pulvers, die Deckkraft des Farbtons, die Häufigkeit der Farbwechsel und die Frage, ob Sie Overspray zurückgewinnen. Bei Metallic- und Effektpulvern liegt die Ergiebigkeit in der Regel niedriger. Nehmen Sie die Tabelle als Größenordnung für die Bedarfsplanung, nicht als Kalkulationsgrundlage.

Edelstahl und der Farbwechsel

Der Korpus besteht aus Edelstahl, nicht aus beschichtetem Stahl. Das hat einen handfesten Grund: An der glatten, unbeschichteten Innenwand haftet kaum Pulver, und es gibt keine Lackschicht, die im Laufe der Jahre aufraut oder abplatzt und dann Pigmente festhält. Beim Wechsel auf einen hellen Farbton nach einem dunklen ist das der Unterschied zwischen einer sauberen Charge und Nacharbeit.

Ein vollständiger Farbwechsel läuft in drei Schritten: Restpulver entnehmen, Fluidboden und Innenwand mit öl- und wasserfreier Druckluft ausblasen, anschließend feucht auswischen und trocknen lassen. Der Fluidboden verdient dabei besondere Aufmerksamkeit, weil sich in der porösen Struktur Feinanteil festsetzen kann. Der Pulverweg von Injektor bis Düse wird separat über den Schnellspülmodus freigeblasen, dazu genügt es, die "P"-Taste an der Pistole drei Sekunden zu halten.

Wann sich ein zweiter Behälter rechnet

Wenn Sie regelmäßig zwischen zwei festen Farbtönen pendeln, ist ein zweiter Behälter oft die günstigere Lösung als jedes Reinigungsritual. Sie ziehen den Injektor ab, tauschen den Behälter und arbeiten weiter, während der erste in Ruhe gereinigt werden kann. Bei drei Wechseln pro Woche und jeweils einer eingesparten Viertelstunde amortisiert sich die Anschaffung schnell. Passende Behälter mit 8, 50 und 100 Litern führen wir einzeln.

Fahrwagen mit drehbarem Bedienfeld

Der Wagen trägt Steuereinheit, Luftverteilung und Fluidisierungssteuerung auf einer Einheit. Der Gerätekopf schwenkt bis zu 55 Grad nach links und rechts und wird über den Befestigungsknopf an der Rückseite fixiert. Sie behalten das Display also im Blick, egal von welcher Seite Sie an das Werkstück herangehen.

Zusammen mit dem sieben Meter langen Pulverschlauch ergibt das einen Arbeitsradius, der auch für Rahmen, Tore und lange Profile ausreicht. Statt das Bauteil zur Anlage zu bringen, rollen Sie die Anlage zum Bauteil. Bei sperrigen Teilen, die sich nur schwer drehen lassen, ist das der praktischere Weg.

Steuerung und Applikation

Das Set arbeitet mit der digitalen E-COAT+3 Master Steuereinheit und der E-GUN+3 C1 Handpistole. Kurz zusammengefasst: bis 120 kV und 120 µA, 50 speicherbare Rezepte mit vier Werksvorgaben, automatischer Feinregelmodus unterhalb von 10 µA, Rezeptwechsel per Doppelauslöser direkt an der Pistole und Schnellspülung über FastPurge. Die Pistole verarbeitet Kunststoff-, Metallic- und Emaillepulver und besitzt eine integrierte LED, die sich abzugsabhängig schalten lässt.

Lieferumfang

Artikelcode des Herstellers: A06ECM01H+3

  • E-COAT+3 Master Controller-Einheit
  • E-GUN+3 C1 Handpistole mit 7 m Kabel und LED-Beleuchtung
  • E-FEED+3 Injektor
  • 7 m antistatischer Pulverschlauch
  • Regler- und Luftverteilungseinheit
  • Zubehör für die Schlauchanschlüsse
  • 50 l Edelstahl-Pulverbehälter mit Fluidboden
  • Mobiler Wagen mit drehbarem Bedienfeld und Fluidisierungssteuerung

Nicht enthalten: Pulverlack, Druckluftaufbereitung, Spritzkabine, Absaugung und Erdungszubehör.

Technische Daten

Nenneingangsspannung 100 bis 240 VAC, 50 bis 60 Hz
Eingangsleistung 60 VA
Hochspannung Pistole bis 120 kV
Ausgangsstrom Pistole bis 120 µA
Hilfsausgang (AUX) 24 VDC / max. 10 W, 100 bis 240 VAC / max. 100 W
Schutzart Steuereinheit IP54
Schutzart Pistole IP64
Explosionsschutz Steuereinheit II 3(2) D (Zone 22), Pistole II 2 D (Zone 21)
Max. Oberflächentemperatur 85 °C
Druckluftanschluss Ø 8 mm
Eingangsdruck und Kapazität 5,5 bis 7,0 bar bei 150 bis 200 l/min
Luftqualität max. 1,4 g/m³ Wasserdampf, max. 0,12 mg/m³ Öl
Elektrodenspülung 0 bis 16 l/min (Werkseinstellung 2 l/min)
Zerstäuberluft 10 bis 75 l/min
Förderluft 10 bis 100 l/min
Gesamtluft 20 bis 175 l/min
Pulverbehälter 50 l, Edelstahl, mit Fluidboden
Schwenkbereich Bedienfeld 55° nach links und rechts
Pulverschlauch antistatisch, 7 m, Ø 11 mm
Pulverluftdüse Ø 1,5 mm
Geeignete Pulver Epoxid und Polyester
Gewicht Pistole 495 g
Abmessungen Versandeinheit 60 × 40 × 130 cm
Gewicht Versandeinheit 50 kg
Garantie 2 Jahre auf Produktions- und Bauteilfehler

Pulverausstoß mit E-FEED+3 Injektor

Förderluft-Anteil 50 l/min Gesamtluft 75 l/min 100 l/min
20 % 10 g/min 15 g/min 40 g/min
40 % 30 g/min 85 g/min 155 g/min
60 % 72 g/min 253 g/min 295 g/min
80 % 156 g/min 312 g/min 353 g/min
100 % 225 g/min 355 g/min 425 g/min

Richtwerte des Herstellers, gemessen mit Ø 11 mm Schlauch. Der tatsächliche Ausstoß hängt von Pulvertyp, Korngröße und Schlauchführung ab.

Häufige Fragen

Brauche ich zwingend eine Kabine und eine Absaugung?

Ja. Beim elektrostatischen Pulverauftrag entsteht immer Overspray, also Pulver, das nicht am Werkstück haftet und in der Luft bleibt. Pulver-Luft-Gemische sind in entsprechender Konzentration entzündlich, und die Vorschriften verlangen eine technische Belüftung, die die Staubkonzentration unter 50 % der unteren Explosionsgrenze hält. Ist dieser Wert nicht bekannt, gilt ein Richtwert von 10 g/m³.

Hinzu kommt die Zoneneinteilung: Die Steuereinheit ist für Zone 22 zugelassen, die Handpistole für die Zone 21, die sie selbst erzeugt. Eine funktionierende Kabine ist die Voraussetzung dafür, dass diese Zonen überhaupt eingehalten werden können. Der Hersteller schreibt außerdem ausdrücklich vor, dass die Steuereinheit nur eingeschaltet werden darf, wenn die Kabine ordnungsgemäß arbeitet.

Praktisch heißt das: Ohne Kabine mit Absaugung sollten Sie nicht beschichten, auch nicht "nur mal eben ein Teil". Wenn Sie noch keine haben, sprechen Sie uns an, bevor Sie das Gerät bestellen. Wir sagen Ihnen ehrlich, was Sie für Ihre Teilegröße mindestens brauchen.

Kann ich mit diesem Set sofort loslegen?

Ja. Alles, was Pulver fördert, auflädt und aufträgt, ist enthalten, ebenso die Pulverquelle selbst. Zusätzlich brauchen Sie nur die Infrastruktur, die am Arbeitsplatz ohnehin vorhanden sein muss: aufbereitete Druckluft mit 5,5 bis 7,0 bar, eine Erdung unter 1 MΩ, eine Kabine mit Absaugung und einen Ofen zum Einbrennen. Dazu den Pulverlack.

Die Einarbeitung ist überschaubar. Electron gibt an, dass Anwender nach weniger als drei Minuten Einweisung produktiv arbeiten können. Das halten wir für sportlich, aber die Richtung stimmt: Über die vorbelegten Rezepttasten kommen Sie ohne Parameterkenntnisse zu brauchbaren Ergebnissen und feilen erst danach an den Details. Vor der ersten Serie sollten Sie allerdings die Kalibrierung des Pulveraustrags einmal sauber durchlaufen, das ist in der Betriebsanleitung Schritt für Schritt beschrieben.

Wie lange dauert ein Farbwechsel mit dem 50-Liter-Behälter?

Das hängt davon ab, was Sie wechseln. Für den Pulverweg aus Injektor, Schlauch und Pistole nennt Electron unter 25 Sekunden mit dem Schnellspülmodus. Der Behälter selbst ist der zeitaufwendigere Teil: Entleeren, Ausblasen, Auswischen und Trocknen kosten realistisch zehn bis zwanzig Minuten, wenn das Ergebnis sauber sein soll.

Bei häufigen Wechseln lohnt deshalb entweder ein zweiter Behälter zum Tauschen oder die Multicolor-Ausführung mit Kartonentleerer, bei der Sie direkt aus dem Originalgebinde beschichten.

Kann ich später auf Kartonentnahme umrüsten?

Grundsätzlich ja, die Steuereinheit unterstützt beide Betriebsarten und wird dafür lediglich im Setup umgestellt. Nötig sind ein Saugrohr und der passende Wagenaufbau. Ob sich das gegenüber dem Kauf der Multicolor-Variante rechnet, hängt vom Umfang ab. Fragen Sie uns vorher, wir rechnen es mit Ihnen durch.

Was Sie sonst noch brauchen

Neu im Thema? Unsere Anleitung zum Selberbeschichten führt Sie durch den gesamten Prozess.

Master oder Pro?

Der E-COAT+3 Pro deckt dieselbe Bauform mit 50-Liter-Behälter ab, arbeitet aber mit LED-Segmentanzeige und manuellen Manometerreglern statt mit digitaler Luftregelung, und er liefert bis 100 kV statt 120 kV. Für konstante Anwendungen mit ein bis zwei Farbtönen genügt das. Wir nehmen die Pro-Serie in Kürze auf, sagen Sie Bescheid, wenn wir Sie informieren sollen.

Lieferung und Service

Wir liefern innerhalb Deutschlands in 7 bis 10 Tagen, versandkostenfrei. Nach Österreich dauert es 7 bis 14 Tage, für das übrige Ausland nennen wir Ihnen die Lieferzeit gern vorab. Das Set wiegt 50 kg und kommt per Spedition. Planen Sie für die Abladung bitte eine zweite Person oder ein Hebemittel ein, die Anlieferung erfolgt bis Bordsteinkante.

Verschleiß- und Ersatzteile wie Düsen, Deflektoren, Carbonringe, Teflonbuchsen und Injektordüsen halten wir über die gesamte Produktlebensdauer für Sie vor. Electron gibt die wirtschaftliche Lebensdauer der Steuereinheit mit rund zehn Jahren an und sichert die Ersatzteilversorgung über diesen Zeitraum zu.