Candy Rot Pulverlack + Lasur Set
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Candy Blau Pulverlack + Lasur Set
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Candy Lila Purpur Pulverlack + Lasur Set
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Candy Gold Pulverlack + Lasur Set
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Candy Türkis Pulverlack + Lasur Set
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Candy Orange Pulverlack + Lasur Set
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Candy Grün Pulverlack + Lasur Set
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Candy Kupfer Pulverlack + Lasur Set
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Candy Rauchschwarz Pulverlack + Lasur Set
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Candy Pulverlack: Tiefenglanz aus Chrom und Lasur
Auf einer beschichteten Felge wirkt ein Candy-Effekt, als läge Farbe in mehreren Ebenen übereinander. Genau dieser Tiefeneffekt macht Candy Pulverlack aus. Er entsteht nicht aus einer einzelnen Farbschicht, sondern aus zwei aufeinander abgestimmten Lagen. (2-Schicht-System)
Die untere Lage reflektiert das Licht wie ein Spiegel, meist ein Chrom-Effekt wie Mirror Chrome. Darüber liegt eine Lasur, also ein transparent eingefärbter Lack, der die Basis durchscheinen lässt und ihr die Farbe gibt. Das reflektierte Licht durchdringt die Lasur zweimal, auf dem Weg nach unten und zurück, und dadurch bekommt der Farbton seine Tiefe. Die abgestimmten Sets bringen Chrom-Basis und farbige Lasur bereits im 1:1-Verhältnis mit, sodass Basismenge und Lasurmenge zusammenpassen.
| System | Basisschicht | Farbschicht | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Candy | Mirror Chrome | transparente Farblasur | Felgen, Rahmen, Custom-Teile |
| Cosmic Finish | Silver Substratum | transparente Farblasur | Felgen, Designobjekte |
| Deckendes Metallic | einschichtig | Pigment im Lack | Fahrzeug- und Designteile |
Candy Lacke setzen damit auf eine verchromte, spiegelnde Basis. Für eine silbrige Basis mit ruhigerem Funkeln steht die Cosmic-Reihe, und ein einschichtiges Metallic deckt in einem Arbeitsgang, wenn Sie keinen Tiefeneffekt brauchen.
Welche Candy-Farben Sie kombinieren können
Für einen roten Candy-Look kombinieren Sie eine rote Lasur über der verchromten Basis, und dieselbe Logik trägt Blau, Gold, Grün, Orange, Türkis und Purpur. Als fertige Zusammenstellung nimmt Ihnen das Candy Rot Set die Auswahl der beiden Komponenten ab, weil Basis und Lasur bereits aufeinander abgestimmt sind.
Wie kräftig ein Candy-Ton wirkt, hängt stark von der Schichtdicke der Lasur ab, also von der aufgetragenen Materialstärke in Mikrometer. Bereits rund 20 µm mehr oder weniger verschieben den Farbton sichtbar. Ein Musterblech vor der Serie zeigt Ihnen den echten Ton unter Ihrem Licht.
Sie können durchgehend mit fertigen Sets arbeiten oder Basis und Lasur frei kombinieren. Ein Aufbau wie das Candy Gold Set bringt Chrom-Effekt und Gold-Lasur im passenden Verhältnis mit, während Sie mit einer einzelnen Gold Lasur über einer Chrom- oder Silberbasis eigene Varianten mischen.
Expertenmeinung von Pulverkönig
In der Beratung raten wir bei Candy-Farben zur eigenen Testbeschichtung. Schon rund 20 µm Unterschied in der Lasur verändern den Ton spürbar, deshalb entscheidet das beschichtete Probestück zuverlässiger als jede Farbanzeige am Bildschirm.
Schicht für Schicht zum sauberen Candy-Effekt
Zuerst kommt auf das gereinigte, entfettete Bauteil eine Grundierung als Haftgrund und Korrosionsschutz. Darüber folgt die spiegelnde Basis, dann die Farblasur, und im Außenbereich zum Schluss ein Klarlack. Jede Schicht wird einzeln aufgetragen und eingebrannt, also im Ofen aufgeschmolzen und dauerhaft vernetzt.
| Schicht | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
| Grundierung | Haftung, Korrosionsschutz | Epoxy-Grundierung |
| Basis | spiegelnde Reflexion | Mirror Chrome |
| Lasur | Farbe und Tiefe | Rot Lasur, Gold Lasur |
| Klarlack | Schutz und UV-Schutz | Klarlack Pro |
Für Innenteile ohne Bewitterung können Sie den Klarlack weglassen, sobald Optik und Schutz auch ohne ihn ausreichen. Sobald das Teil ins Freie kommt, gehört die UV-Versiegelung dazu.
Die Candy-Sets brennen Sie je Schicht bei 180 °C für 15 bis 20 Minuten ein. Entscheidend ist dabei die Objekttemperatur, also die Temperatur des Bauteils selbst, nicht der eingestellte Ofenwert. Wenn Sie zum ersten Mal selbst beschichten, hilft unsere Anleitung beim Ablauf.
Vor dem ersten Auftrag bitte prüfen:
- Ist das Bauteil sauber, fettfrei und trocken?
- Steht die Grundierung als Unterbau bereit?
- Passen Basis- und Lasurmenge zusammen?
- Liegt ein Probeblech für den Farbabgleich bereit?
- Ist für den Außeneinsatz ein Klarlack eingeplant?
Fehlt einer dieser Punkte, korrigieren Sie ihn vor dem Beschichten, weil sich Farbton und Haftung nachträglich nicht mehr trennen lassen.
Candy an Felgen richtig auftragen und schützen
Im Alltag muss eine beschichtete Felge Steinschlag, Bremsstaub und Sonne aushalten, und genau deshalb sind Felgen anspruchsvoll für Candy-Töne aus der Reihe der Effektlasuren. Das Rad hat tiefe Speichen und Kanten und steht dauerhaft im Freien.
Beim Auftragen stehen zwei Applikationsverfahren zur Wahl. Beim Korona-Verfahren lädt eine Hochspannungselektrode das Pulver auf, rund 30 bis 100 kV, was für flächige Teile schnell und ergiebig ist. In tiefe Speichenzwischenräume dringt das Hochspannungsfeld aber schlecht ein, dieser abgeschirmte Bereich heißt Faradayscher Käfig. Bei der Tribo-Aufladung entsteht die Ladung durch Reibung ohne Hochspannung, dadurch erreicht das Pulver Vertiefungen besser. Die spiegelnde Chrom-Basis läuft im Korona-Verfahren erfahrungsgemäß gleichmäßiger, tragen Sie sie aber nicht zu dick auf, weil bei Korona ab etwa 60 bis 70 µm Orangenhaut entstehen kann.
Hängen Sie die Felge so auf, dass die Aufhängung keine sichtbare Fehlstelle hinterlässt. Eine Felgenaufhängung, die in das Luftventil greift, hält das Rad sicher und lässt die Sichtflächen frei. Über die Kontaktstellen am Haken läuft zugleich die Erdung, ohne die sich das geladene Pulver nicht sauber abscheidet.
Für den dauerhaften Einsatz im Freien versiegeln Sie die Candy-Schicht mit einem UV-beständigen Klarlack. Ohne diese Deckschicht bleicht der Effekt unter Sonneneinstrahlung aus. Der Chrom-Effekt ist ein dekoratives Pulver und ersetzt keinen galvanischen Chromüberzug.
Expertenmeinung von Pulverkönig
Aus Kundenprojekten wissen wir, dass an Alltagsfelgen der Klarlack über die Haltbarkeit entscheidet. Wir versiegeln Candy-Aufbauten fürs Freie grundsätzlich mit einem UV-Klarlack, weil die dünne Lasur allein Steinschlag und Sonne nicht dauerhaft standhält. Bei täglich gefahrenen Rädern planen Sie vor der Serie eine Musterbeschichtung ein.

