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Der 50-Liter-Behälter aus Edelstahl für Betriebe, die zwischen wenigen Farbtönen wechseln, ohne dafür jedes Mal zu reinigen. Mit Fluidboden, Injektorbuchse und Saugrohr, passend zu den Geräten der E-COAT+3 Serie. Versandkostenfrei in 7 bis 10 Tagen.

Der Wechselbehälter als Arbeitsprinzip

Die meisten Betriebe kaufen diesen Behälter nicht als erste Pulverquelle, sondern als zweite oder dritte. Der Grund ist ein Arbeitsablauf, der sich in der Praxis bewährt hat: Statt einen Behälter nach jedem Farbwechsel zu leeren und zu reinigen, halten Sie für jeden Standardton einen eigenen bereit.

Der Wechsel besteht dann aus drei Handgriffen. Injektor abziehen, Behälter tauschen, Injektor aufstecken. Dazu kommt das Freiblasen des Pulverwegs über den Schnellspülmodus, das ohnehin in jedem Fall nötig ist. Sie sind damit in etwa zwei Minuten wieder produktiv, statt fünfzehn bis zwanzig Minuten mit Ausblasen, Auswischen und Trocknen zu verbringen.

Wann sich die Anschaffung rechnet

Eine überschlägige Rechnung: Wenn Sie dreimal pro Woche zwischen zwei festen Farbtönen wechseln und pro Wechsel eine Viertelstunde einsparen, sind das etwa 39 Stunden im Jahr. Setzen Sie Ihren eigenen Stundensatz an und vergleichen Sie mit dem Behälterpreis. Bei den meisten Lohnbeschichtern liegt der Break-even im ersten Quartal.

Dazu kommt ein Materialeffekt, der schwerer zu beziffern, aber real ist: Restpulver bleibt im geschlossenen Behälter sortenrein und lässt sich beim nächsten Auftrag mit demselben Ton weiterverwenden, statt beim Reinigen im Abfall zu landen.

Wo die Grenze liegt

Ab etwa vier bis fünf regelmäßig verwendeten Farbtönen kippt die Rechnung. Fünf Behälter kosten mehr als sie einsparen, brauchen Stellfläche und wollen selbst gepflegt werden. Für ein breites Farbspektrum ist die Entnahme direkt aus dem Gebinde der bessere Weg, dafür gibt es den E-COAT+3 Master Multicolor mit Kartonentleerer.

Warum Edelstahl bei diesem Volumen

Anders als bei den großen Stahlbehältern ist die Edelstahlausführung hier die Regel, und das hat mit dem Einsatzzweck zu tun. Ein Behälter, der regelmäßig getauscht und irgendwann doch einmal gereinigt wird, profitiert direkt von einer glatten, unbeschichteten Innenwand: Pulver haftet kaum an, und es gibt keine Beschichtung, die über die Jahre aufraut und dann Pigmente festhält.

Der zweite Punkt ist die Feuchtigkeit. Edelstahl korrodiert nicht, auch nicht an Stellen, an denen ein beschichteter Behälter beim Transport eine Macke abbekommen hat. Bei einem Behälter, der zwischen Lagerplatz und Kabine hin und her wandert, ist das keine Kleinigkeit.

Lagerung zwischen den Aufträgen

Ein Punkt, der beim Wechselbehälter-Prinzip über die Qualität entscheidet und selten irgendwo steht: Pulverlack zieht Feuchtigkeit. Ein teilbefüllter Behälter, der offen in einer unbeheizten Halle steht, liefert nach zwei Wochen ein anderes Ergebnis als am Tag der Befüllung. Typische Symptome sind schlechtere Fluidisierung, unregelmäßiger Austrag und Nadelstiche in der ausgehärteten Schicht.

Drei Maßnahmen, die genügen:

  • Behälter zwischen den Aufträgen abdecken, damit weder Feuchtigkeit noch Fremdpulver hineingelangen.
  • Lagerplatz trocken und temperaturstabil wählen, keine Außenwand und keine Halle mit Tor.
  • Nach längerer Standzeit vor dem ersten Teil kurz fluidisieren und ein Probeblech fahren, bevor Sie in den Auftrag gehen.

Das ist auch der Grund, warum die Vorgabe zur Druckluft so streng ist: Bei maximal 1,4 g/m³ Wasserdampf und 0,12 mg/m³ Ölnebel geht es genau darum, keine Feuchtigkeit über die Fluidisierungsluft ins Pulverbett zu tragen.

Aufbau und Handhabung

Fluidboden

Über den porösen Boden strömt Luft gleichmäßig von unten in das Pulverbett und hält es fließfähig, damit der Injektor konstante Mengen fördert. Die Fluidisierungsluft kommt aus der Luftverteilung Ihres Geräts, nicht aus dem Behälter. Bei den E-COAT+3 Master Sets mit Fahrwagen ist der Regler dafür vorhanden. Wenn Sie den Behälter an ein Grundset oder eine bestehende Anlage anschließen möchten, klären Sie die geregelte Luftversorgung bitte vorab mit uns.

Gewicht und Transport

Leer wiegt der Behälter 10,5 Kilogramm. Gefüllt kommen je nach Pulver etwa 20 bis 28 Kilogramm hinzu, insgesamt also gut 35 Kilogramm. Für den Tausch im laufenden Betrieb ist das von einer Person zu bewältigen, für den Weg über eine Treppe oder durch eine halbe Halle eher nicht. Wenn Sie mit mehreren Behältern arbeiten, lohnt sich ein einfacher Rollwagen für den Transport zwischen Lagerplatz und Kabine.

Erdung

Der Behälter muss in das Erdungskonzept einbezogen sein, maximal 1 MΩ, wöchentlich geprüft. Beim Wechselbehälter-Prinzip heißt das konkret: nach jedem Tausch die Verbindung kontrollieren, bevor die Steuereinheit eingeschaltet wird. Die vollständigen Anforderungen an Erdung, Druckluft und Belüftung finden Sie in der Kategorieübersicht zu den Electron Geräten.

Welche Behältergröße passt

Volumen Material Typischer Einsatz
8 l Stahl, außen beschichtet Einzelteile, Sonderfarben, häufige Wechsel
50 l Edelstahl Standardfarben im Wechselbetrieb, Einzelarbeitsplatz
100 l Stahl, außen beschichtet Dauerbetrieb, mehrere Pistolen an einer Quelle

Alle drei Größen sowie die kompletten Geräte finden Sie in der Kategorie Electron Pulverbeschichtungsgeräte.

Lieferumfang

Artikelcode des Herstellers: A05EH0050

  • 50 l Edelstahlbehälter
  • Fluidboden
  • 1 × Injektorbuchse
  • 1 × Saugrohr

Nicht enthalten: Injektor, Pulverlack,